In einem Satz

Manche meiner Gesprächspartner sehnen sich nach Einfachheit.

Begründet

Eigentlich bräuchte es die meisten „Gadgets“ nicht, mit denen wir uns die ganze Zeit herumschlagen, um zufrieden zu sein. Dies trifft insbesondere für die elektronischen Geräte und die Unzahl an Apps und Social Media-Kanäle zu. Nur: Wie finden wir zu einem Sinn-vollen Umgang mit ihnen?

Cal Newport schreibt in seinem Buch zum digitalen Minimalismus (eigene Übersetzung):

Smartphones haben unsere Erfahrung der (Aussen-)Welt durch die ständige Verbindung zu einer nie endenden Matrix von Geschwätz und Ablenkung nachhaltig verändert. (4)

Es ist zum Allgemeinplatz geworden, dass die neuen Technologien in unsere kognitive Landschaft eingedrungen sind und unsere täglichen Gewohnheiten nachhaltig verändert haben.

Nochmals Newport:

Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass wir eine voll ausgebaute Philosophie zum Gebrauch der Technologie benötigen, die in unseren tief angelegten Werten verankert ist. Dies erst schafft klare Antworten darauf, welche Tools wir einsetzen und wie wir sie nützen sollen. Gleichermassen wichtig: Dies erst ermöglicht es uns, alles andere getrost zu ignorieren. (xiv)

Newport beschreibt einen Weg, um die analogen Aktivitäten wiederzuentdecken und auf diesem Weg zu tieferer Zufriedenheit zu gelangen.

Anregungen

Dazu drei Fragen, abgeleitet von Newports Prinzipien des digitalen Minimalismus:

  1. Inwiefern wird meine Aufmerksamkeit durch die zahlreichen Apps zerstückelt?
  2. Welche konkreten Prinzipien für den täglichen Gebrauch habe ich mir zurechtgelegt und als Gewohnheit etabliert?
  3. Welche Aktivitäten empfinde ich als befriedigender als der ständige Griff zum Smartphone?